{"id":9429,"date":"2026-07-06T11:19:29","date_gmt":"2026-07-06T09:19:29","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9429"},"modified":"2026-07-06T11:19:29","modified_gmt":"2026-07-06T09:19:29","slug":"bkv-markt-waechst-rasant-anbieterwahl-wird-komplexer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/bkv-markt-waechst-rasant-anbieterwahl-wird-komplexer\/","title":{"rendered":"bKV-Markt w\u00e4chst rasant &#8211; Anbieterwahl wird komplexer"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kommunale Arbeitgeber, die eine betriebliche Krankenversicherung einf\u00fchren oder ihren bestehenden Vertrag \u00fcberpr\u00fcfen wollen, treffen auf deutlich ver\u00e4nderte Marktbedingungen. Der Verband der Privaten Krankenversicherung hat <a href=\"https:\/\/www.pkv.de\/positionen\/betriebliche-krankenversicherung\/\">im Juni 2026 aktualisierte Zahlen<\/a> vorgelegt. Die Zahl der Betriebe mit bKV-Angebot ist 2025 um ein Sechstel auf 60.800 gestiegen. Rund 2,72 Millionen Besch\u00e4ftigte waren damit \u00fcber den Arbeitgeber zusatzversichert, ein Neuntel mehr als im Jahr zuvor. \u00dcber zehn Jahre betrachtet f\u00e4llt die Entwicklung noch deutlicher aus. Zwischen 2015 und 2025 hat sich die Zahl der Unternehmen mit bKV-Angebot mehr als verzehnfacht, die Zahl der versicherten Besch\u00e4ftigten verf\u00fcnffachte sich im selben Zeitraum. Die Anbieterstruktur hat sich parallel dazu verschoben. Die Maklerstudie Asscompact Trends I\/2026 vom Mai 2026 zeigt, dass Allianz und Hallesche gemeinsam fast die H\u00e4lfte des Vermittlungsgesch\u00e4fts in der betrieblichen Krankenversicherung auf sich vereinen. Barmenia, Continentale und Signal Iduna haben in der Gunst der Vermittler zuletzt zugelegt, die Continentale kletterte dabei von Rang elf auf Rang drei. Beim Scoring-Unternehmen Ascore, das die Bedingungsqualit\u00e4t der Tarife pr\u00fcft, erreicht die S\u00fcddeutsche Krankenversicherung in zehn von 15 untersuchten Kategorien die H\u00f6chstnote, gefolgt von Signal Iduna und Axa. Rechtliche Grundlage f\u00fcr die Einf\u00fchrung einer bKV im \u00f6ffentlichen Dienst bleibt \u00a7 18a des Tarifvertrags f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Dienst der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverb\u00e4nde, kurz TV\u00f6D\/VKA. Er erlaubt kommunalen Arbeitgebern seit 2020, das Leistungsentgeltbudget statt f\u00fcr individuelle Pr\u00e4mien f\u00fcr Ma\u00dfnahmen der Gesundheitsf\u00f6rderung, der Arbeitsplatzattraktivit\u00e4t oder der Nachhaltigkeit einzusetzen. Der Paragraf schreibt vor, dass zwei Prozent des Vorjahresbruttos ausgesch\u00fcttet werden. Die Finanzierungsfrage einer bKV stellt sich f\u00fcr Kommunen mit bestehendem \u00a7 18a-Anspruch damit nicht neu, das Budget ist tariflich bereits vorgesehen. F\u00fcr Kommunalverwaltungen ergeben sich aus der Marktentwicklung unmittelbare Folgen. Erstens etabliert sich die bKV bei privaten Arbeitgebern zunehmend als Standardinstrument im Wettbewerb um Fachkr\u00e4fte, was den Vergleichsdruck auf den \u00f6ffentlichen Dienst als Arbeitgeber erh\u00f6ht. Bewerber, die private Zusatzleistungen aus fr\u00fcheren Anstellungen kennen, erwarten vergleichbare Angebote auch bei kommunalen Arbeitgebern. Zweitens ver\u00e4ndert sich die Ausgangslage f\u00fcr Kommunen, die bereits eine bKV eingef\u00fchrt haben. Ein vor mehreren Jahren gew\u00e4hlter Anbieter kann inzwischen an Marktposition verloren haben, w\u00e4hrend andere Anbieter bei Bedingungsqualit\u00e4t oder Kundenzufriedenheit aufgeholt haben. Das betrifft insbesondere Kommunen, deren Vertrag zur Verl\u00e4ngerung ansteht. Der <a href=\"https:\/\/dbkvs.de\/bkv-service\/\">Deutsche bKV-Service<\/a> arbeitet mit allen relevanten Anbietern der betrieblichen Krankenversicherung zusammen, darunter die in den aktuellen Studien f\u00fchrenden Gesellschaften Allianz, Barmenia, Continentale, DKV, HanseMerkur, M\u00fcnchener Verein, N\u00fcrnberger, R+V und S\u00fcddeutsche Krankenversicherung. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Tassilo Pollmeier begleitet mit seinem Team seit \u00fcber 20 Jahren die Einf\u00fchrung individueller bKV-Konzepte in Unternehmen und \u00f6ffentlichen Einrichtungen. Experten wie Pollmeier beobachten, dass sich die Tarife heute erheblich unterschieden, je nachdem ob eine Belegschaft eher jung und mobil oder eher \u00e4lter und ortsgebunden sei, ob viel k\u00f6rperliche Arbeit im Au\u00dfendienst anfalle oder \u00fcberwiegend Verwaltungst\u00e4tigkeit im Innendienst. Es gebe inzwischen L\u00f6sungen, die auf bestimmte Branchen zugeschnitten seien, andere setzten auf reine Budgettarife, wieder andere auf feste Leistungsbausteine wie Zahnersatz oder station\u00e4re Behandlung. In Beratungsgespr\u00e4chen zeige sich zunehmend, dass Arbeitgeber genau diese Unterschiede kennen wollten, bevor sie sich festlegten. Diese Vielfalt sei grunds\u00e4tzlich positiv, mache die Auswahl aber auch komplexer. In der praktischen Umsetzung stehen kommunalen Arbeitgebern mehrere Wege offen. Eine bestehende bKV l\u00e4sst sich im Rahmen der n\u00e4chsten Vertragsverl\u00e4ngerung gegen aktuelle Marktdaten pr\u00fcfen, ohne dass ein Anbieterwechsel zwingend erforderlich wird. Ebenso l\u00e4sst sich eine Neueinf\u00fchrung direkt bei einem der Versicherer beauftragen, die in den aktuellen Studien vorn liegen. Kommunale Arbeitgeber k\u00f6nnen den Prozess auch \u00fcber einen spezialisierten Makler wie den Deutschen bKV-Service abwickeln, der breiten Zugang zu Anbietern hat und die Ausschreibung unter Ber\u00fccksichtigung des \u00a7 18a TV\u00f6D\/VKA begleitet. Welcher Weg passt, h\u00e4ngt von der personellen Kapazit\u00e4t in der jeweiligen Verwaltung, der Gr\u00f6\u00dfe der Belegschaft und davon ab, ob bereits Erfahrung mit vergleichbaren Ausschreibungsprozessen vorliegt. (DEKOM, 06.07.2026) <a href=\"https:\/\/dbkvs.de\/bkv-service\/bkv\/\">Mehr Infos hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommunale Arbeitgeber, die eine betriebliche Krankenversicherung einf\u00fchren oder ihren bestehenden Vertrag \u00fcberpr\u00fcfen wollen, treffen auf deutlich ver\u00e4nderte Marktbedingungen. Der Verband der Privaten Krankenversicherung hat im Juni 2026 aktualisierte Zahlen vorgelegt. 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