{"id":9433,"date":"2026-07-06T11:21:04","date_gmt":"2026-07-06T09:21:04","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9433"},"modified":"2026-07-06T11:21:04","modified_gmt":"2026-07-06T09:21:04","slug":"ladebordstein-statt-ladesaeule-antwort-auf-engen-strassenraum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/ladebordstein-statt-ladesaeule-antwort-auf-engen-strassenraum\/","title":{"rendered":"Ladebordstein statt Lades\u00e4ule: Antwort auf engen Stra\u00dfenraum"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Jahresmitte zieht die Bundesnetzagentur eine positive Bilanz f\u00fcr den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Zum 1. Mai 2026 z\u00e4hlte die Beh\u00f6rde bundesweit knapp 204.000 \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Ladepunkte, ein Plus von 17 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Besonders stark wuchs dabei mit einem Plus von 31 Prozent die Zahl der Schnellladepunkte. Der Zubau trifft zunehmend auf verdichtete Innenstadtbereiche, wo schon das vorhandene Stadtmobiliar wenig Spielraum l\u00e4sst. Klassische Lades\u00e4ulen beanspruchen dort Gehwegfl\u00e4che, verdecken Sichtachsen und werden durch das Ladekabel zwischen Fahrzeug und S\u00e4ule zur Stolperfalle. In historischen Altst\u00e4dten versch\u00e4rft sich das Problem zus\u00e4tzlich, weil enge Stra\u00dfenprofile und denkmalschutzrechtliche Vorgaben f\u00fcr freistehende Ladetechnik oft wenig Raum lassen. In solchen Bereichen erweist sich der von Rheinmetall entwickelte Ladebordstein inzwischen vielerorts als platzsparende Alternative zur freistehenden S\u00e4ule. Der Infrastrukturh\u00e4ndler <a href=\"https:\/\/ebero-fab.com\/\">EBERO FAB<\/a> vertreibt das System seit rund einem Jahr bundesweit. Er wird b\u00fcndig in den Bordsteinverlauf eingebaut und erm\u00f6glicht den Zugang unmittelbar am Fahrzeug, wodurch die Distanz zwischen Fahrzeug, Ladekabel und einer freistehenden S\u00e4ule entf\u00e4llt. Geladen wird einh\u00e4ndig und kontaktlos \u00fcber den Stecker, gestartet wird der Vorgang per App, QR-Code oder RFID-Karte. Die Ladeleistung betr\u00e4gt bis zu 22 Kilowatt. \u00dcber eine austauschbare Modull\u00f6sung l\u00e4sst sich das Elektronikmodul im Servicefall innerhalb weniger Minuten ersetzen, ohne dass der Bordstein selbst aufgebrochen werden muss. Das System ist durch Pkw und Lkw \u00fcberfahrbar. Erprobt wurde die L\u00f6sung ein Jahr lang im \u00f6ffentlichen Raum in K\u00f6ln, betrieben von der RheinEnergie-Tochter TankE gemeinsam mit Rheinmetall. An vier Ladepunkten kamen in dieser Zeit mehr als 2.800 Ladevorg\u00e4nge zusammen, die technische Verf\u00fcgbarkeit lag \u00fcber 99 Prozent. Eine Nutzerbefragung mit rund 100 Teilnehmenden ergab eine Bewertung von 4,38 von 5 Punkten, besonders positiv bewertet wurden die einfache Bedienung, die Barrierefreiheit und die unauff\u00e4llige Integration ins Stadtbild. Die Stadt K\u00f6ln verweist darauf, dass sich das System bis auf den Anschlusskasten in der bereits vorhandenen Infrastruktur des Stra\u00dfenraums einsetzen lasse, was Gehwegbreiten, Sichtachsen und Denkmalschutzbelangen entgegenkomme. \u00c4hnlich positiv \u00e4u\u00dferten sich die <a href=\"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/platzsparende-e-mobilitaet-rheinmetall-ladebordsteine-bestehen-praxistest-in-duesseldorf\/\">Stadtwerke D\u00fcsseldorf auf DEKOM-Nachfrage<\/a> zu ihren Erfahrungen. Die Ladebordsteine n\u00e4hmen kaum Platz weg und verf\u00fcgten \u00fcber eine sehr hohe Funktionsqualit\u00e4t, insbesondere gegen\u00fcber K\u00e4lte und Feuchtigkeit seien sie \u00e4u\u00dferst robust. Nutzerinnen und Nutzer m\u00fcssten lediglich den eigenen Stecker anfassen und nicht den Bordstein selbst, da sich die Abdeckplatte mit dem Ladestecker \u00f6ffnen lasse. Die Stadtwerke D\u00fcsseldorf betrieben nach eigenen Angaben seit mehr als einem halben Jahr Ladebordsteine und h\u00e4tten dabei bislang so gut wie keine St\u00f6rungen verzeichnet. Die Investitionskosten f\u00fcr zwei Einheiten l\u00e4gen etwas \u00fcber denen einer g\u00e4ngigen Normallades\u00e4ule mit ebenfalls zwei Ladepunkten, im laufenden Betrieb b\u00f6ten sie aufgrund ihrer Qualit\u00e4t jedoch deutliche Kostenvorteile, insbesondere wegen der geringeren St\u00f6ranf\u00e4lligkeit. F\u00fcr 2026 planen die Stadtwerke D\u00fcsseldorf nach eigenen Angaben zwischen 50 und 100 neue Ladebordsteine. Zugleich solle das Schnellladeportfolio von derzeit rund 60 auf \u00fcber 70 Ladepunkte erweitert werden. Bereits 2025 sei mit 140 Normalladepunkten in einer Tiefgarage der bislang gr\u00f6\u00dfte AC-Ladepark der Stadt in Betrieb gegangen, 2026 solle dies mit mehr als 220 Ladepunkten in einer weiteren Tiefgarage nochmals \u00fcbertroffen werden. Auch die Deutsche Bundesbank setzt inzwischen auf das System. F\u00fcr die eigene Elektroflotte beschaffte sie sechs Ladebordsteine bei EBERO FAB, installiert am Bundesbank-Standort Hamburg durch die Firma Spie. K\u00fcnftig soll es weitere Varianten des Ladebordsteins geben. Unter anderem eine Ausf\u00fchrung in Gusseisen und eine fl\u00e4chenb\u00fcndige Version f\u00fcr Logistikstandorte mit Flottenfahrzeugen. (DEKOM, 06.07.2026) <a href=\"https:\/\/www.rheinmetall.com\/de\/produkte\/ladeinfrastruktur\/ladebordstein\">Mehr Infos hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Jahresmitte zieht die Bundesnetzagentur eine positive Bilanz f\u00fcr den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Zum 1. 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