{"id":9455,"date":"2026-08-17T10:44:34","date_gmt":"2026-08-17T08:44:34","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9455"},"modified":"2026-08-17T10:49:27","modified_gmt":"2026-08-17T08:49:27","slug":"mehr-als-die-haelfte-der-bevoelkerung-lebt-in-kommunen-mit-abgeschlossenem-waermeplan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/mehr-als-die-haelfte-der-bevoelkerung-lebt-in-kommunen-mit-abgeschlossenem-waermeplan\/","title":{"rendered":"Mehr als die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung lebt in Kommunen mit abgeschlossenem W\u00e4rmeplan"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die kommunale W\u00e4rmeplanung in Deutschland gewinnt weiter an Tempo. Zum 30. Juni 2026 haben bundesweit 2.836 Gemeinden ihre W\u00e4rmeplanung abgeschlossen \u2013 doppelt so viele wie noch Ende 2025. Das entspricht 26 Prozent der Gemeinden in Deutschland. Weitere 4.419 Kommunen arbeiten derzeit an einem W\u00e4rmeplan. Damit haben bereits rund zwei Drittel aller Gemeinden die W\u00e4rmeplanung abgeschlossen oder auf den Weg gebracht. Das zeigt eine Auswertung des Bundesinstituts f\u00fcr Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) f\u00fcr das erste Halbjahr 2026. Mehr als die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung (56 Prozent) lebt inzwischen in Kommunen mit abgeschlossenem W\u00e4rmeplan. F\u00fcr rund ein weiteres Drittel wird derzeit ein W\u00e4rmeplan erarbeitet. \u00d6ffentlich verf\u00fcgbar sind aktuell 1.217 W\u00e4rmepl\u00e4ne. Die Differenz zur Zahl der Gemeinden mit abgeschlossenen Planungen ergibt sich aus interkommunalen Kooperationen, bei denen mehrere Gemeinden gemeinsam einen W\u00e4rmeplan erstellen. \u00a0\u201eDie kommunale W\u00e4rmeplanung hat bundesweit deutlich an Dynamik gewonnen\u201c, sagte\u00a0Justus Thiele, Autor des Berichts. \u201eDie hohe Zahl interkommunaler Kooperationen verdeutlicht zugleich, dass viele Kommunen die W\u00e4rmewende gemeinsam angehen. Gerade kleinere Gemeinden k\u00f6nnen so personelle und finanzielle Ressourcen b\u00fcndeln und regionale Potenziale besser nutzen.\u201c Ein Schwerpunkt des Halbjahresberichts ist die W\u00e4rmeplanung in Gro\u00dfst\u00e4dten. F\u00fcr St\u00e4dte mit mehr als 100.000 Einwohnern endete die gesetzliche Frist zur Vorlage eines W\u00e4rmeplans am 30. Juni 2026. Von den 83 Gro\u00dfst\u00e4dten haben 72 ihre W\u00e4rmeplanung fristgerecht abgeschlossen. In den \u00fcbrigen St\u00e4dten wird die sp\u00e4tere Fertigstellung bis Ende 2026 erwartet. Gr\u00fcnde k\u00f6nnen unter anderem sein: Verz\u00f6gerungen durch andere Aufgaben der Kommunen, ausgefallene oder verschobene Gremiensitzungen sowie Anpassungen an das neue Geb\u00e4udemodernisierungsgesetz. Die Auswertung der W\u00e4rmepl\u00e4ne zeigt zudem, dass viele Gro\u00dfst\u00e4dte ambitionierte Annahmen f\u00fcr den Umbau ihrer W\u00e4rmeversorgung treffen. Mehr als die H\u00e4lfte der vorliegenden Pl\u00e4ne orientiert sich am Zieljahr 2045, rund ein Drittel strebt bereits das Jahr 2040 an. Einzelne St\u00e4dte wollen ihre W\u00e4rmeversorgung schon bis 2035 oder 2038 klimaneutral umstellen. \u201eJe fr\u00fcher das Zieljahr angesetzt wird, desto k\u00fcrzer ist der verbleibende Zeitraum f\u00fcr die Umsetzung. Dann m\u00fcssen energetische Sanierung, der Ausbau der W\u00e4rmenetze und die Umstellung auf erneuerbare W\u00e4rmeversorgung deutlich schneller voranschreiten\u201c, sagte\u00a0Andrea Arnold-Drmic, Mitautorin des Berichts. Besonders deutlich wird dieser Handlungsbedarf bei der energetischen Sanierung von Geb\u00e4uden. Viele der untersuchten W\u00e4rmepl\u00e4ne f\u00fcr Gro\u00dfst\u00e4dte kalkulieren mit einer j\u00e4hrlichen Sanierungsrate von zwei Prozent. Die tats\u00e4chliche Sanierungsquote f\u00fcr Wohngeb\u00e4ude lag 2025 bundesweit dagegen bei unter einem Prozent. \u201eViele W\u00e4rmepl\u00e4ne setzen Sanierungsraten voraus, die deutlich \u00fcber dem heutigen Niveau liegen. Ob diese Annahmen erreicht werden k\u00f6nnen, h\u00e4ngt wesentlich von Investitionen, den verf\u00fcgbaren Fachkr\u00e4ften und den Kapazit\u00e4ten im Baugewerbe ab\u201c, sagte Andrea Arnold-Drmic. Auch W\u00e4rmenetze gewinnen nach den Planungen der Kommunen an Bedeutung. Soweit die W\u00e4rmepl\u00e4ne konkrete Angaben zum Anteil der W\u00e4rmenetze an der W\u00e4rmeversorgung enthalten, liegt dieser im Basisjahr durchschnittlich bei rund 22 Prozent. In den Zielszenarien steigt der Anteil auf knapp 50 Prozent. Mehr als die H\u00e4lfte der auswertbaren W\u00e4rmepl\u00e4ne sieht k\u00fcnftig einen W\u00e4rmenetzanteil von \u00fcber 50 Prozent vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>Hintergrund<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das BBSR begleitet die kommunale W\u00e4rmeplanung bundesweit mit einem kontinuierlichen Monitoring. Der Halbjahresbericht dokumentiert den Umsetzungsstand zum 30. Juni 2026. Grundlage sind \u00f6ffentlich verf\u00fcgbare W\u00e4rmepl\u00e4ne sowie erg\u00e4nzende Erhebungen des BBSR. Erstmals enth\u00e4lt der Bericht zudem eine vertiefte Analyse der W\u00e4rmepl\u00e4ne deutscher Gro\u00dfst\u00e4dte. (BBSR, 04.08.2026) <a href=\"https:\/\/www.bbsr.bund.de\/BBSR\/DE\/presse\/presseinformationen\/2026\/kommunale-waermeplanung-hj1-2026.html\">Ganzer Artikel hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die kommunale W\u00e4rmeplanung in Deutschland gewinnt weiter an Tempo. Zum 30. 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