{"id":9514,"date":"2026-09-22T11:27:56","date_gmt":"2026-09-22T09:27:56","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9514"},"modified":"2026-09-22T11:27:56","modified_gmt":"2026-09-22T09:27:56","slug":"fossile-heizkosten-steigen-langfristig-waermepumpen-bleiben-guenstigste-option","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/fossile-heizkosten-steigen-langfristig-waermepumpen-bleiben-guenstigste-option\/","title":{"rendered":"Fossile Heizkosten steigen langfristig \u2014 W\u00e4rmepumpen bleiben g\u00fcnstigste Option"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gemeinn\u00fctzige Beratungsgesellschaft co2online hat gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund den Heizspiegel f\u00fcr Deutschland 2026 vorgelegt. Die Auswertung zehntausender Abrechnungen zeigt: Erdgas und Holzpellets verteuerten sich im Abrechnungsjahr 2025 deutlich, w\u00e4hrend W\u00e4rmepumpen die mit Abstand niedrigsten Betriebskosten aufweisen. Bis 2045 k\u00f6nnten sich die Heizkosten f\u00fcr Gas- und \u00d6lheizungen laut einer neuen Prognose mehr als verdoppeln. F\u00fcr St\u00e4dte und Gemeinden, die eigene Liegenschaften bewirtschaften und B\u00fcrger zu F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten beraten, liefert der Heizspiegel eine datengest\u00fctzte Entscheidungsgrundlage. Die Energiepreiskrise von 2022 wirkt nach. Nach einer vor\u00fcbergehenden Entspannung in den Jahren 2023 und 2024 mussten Haushalte im Abrechnungsjahr 2025 erneut tiefer in die Tasche greifen. Besonders betroffen waren Nutzer von Erdgas- und Holzpelletheizungen. In einer durchschnittlichen 70-Quadratmeter-Wohnung im Mehrfamilienhaus stiegen die Gaskosten auf 1.170 Euro \u2014 ein Plus von 14 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Bei Holzpellets fiel der Anstieg mit 20 Prozent noch st\u00e4rker aus. W\u00e4rmepumpen legten dagegen nur um f\u00fcnf Prozent zu und blieben mit 715 Euro der g\u00fcnstigste Energietr\u00e4ger, gefolgt von Holzpellets mit 735 Euro. Im Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern zeigt sich ein \u00e4hnliches Bild bei h\u00f6heren Absolutwerten. Gasheizungen schlugen dort mit 2.040 Euro zu Buche, \u00d6lheizungen mit 2.145 Euro. W\u00e4rmepumpen lagen mit 1.260 Euro auch hier deutlich darunter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das laufende Jahr 2026 prognostiziert co2online eine Verschiebung der Belastungen. Beim Erdgas zeichne sich durch den Wegfall der Gasspeicherumlage zun\u00e4chst eine leichte Entlastung ab, die Kosten k\u00f6nnten um vier bis f\u00fcnf Prozent sinken. Allerdings k\u00f6nnten gestiegene Gro\u00dfhandelspreise mit Verz\u00f6gerung auf die Verbraucherpreise durchschlagen und die Gaskosten Ende 2026 oder 2027 wieder nach oben treiben. Deutlich teurer werde es voraussichtlich beim Heiz\u00f6l, wo co2online f\u00fcr eine 70-Quadratmeter-Wohnung einen Anstieg um 24 Prozent auf 1.275 Euro erwartet. W\u00e4rmepumpen sollen mit einem Plus von drei Prozent auf 735 Euro die g\u00fcnstigste Option bleiben. Die langfristige Perspektive f\u00e4llt f\u00fcr fossile Energietr\u00e4ger noch ung\u00fcnstiger aus. Laut einer neuen Heizkostenprognose von co2online k\u00f6nnten sich die Kosten f\u00fcr Gas- und \u00d6lheizungen bis 2045 mehr als verdoppeln. Als Treiber nennt die Beratungsgesellschaft steigende CO\u2082-Bepreisung, h\u00f6here Netzentgelte und die sogenannte \u201eBio-Treppe&#8220;, also die stufenweise Beimischungspflicht erneuerbarer Anteile. W\u00e4rmepumpen w\u00fcrden dagegen deutlich langsamer im Preis steigen und voraussichtlich dauerhaft am g\u00fcnstigsten bleiben. Tanja Loitz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von co2online, ordnet die Zahlen ein. Das Zeitalter g\u00fcnstiger fossiler Heizenergie sei sp\u00e4testens seit der Energiekrise vor vier Jahren vorbei, fossiles Heizen bleibe langfristig teurer und mit gr\u00f6\u00dferen Kostenrisiken verbunden als das Heizen mit erneuerbaren Energien. Wer heute eine neue Heizung plane, solle diese Entwicklung kennen \u2014 auch wenn der Einbau reiner Gas- und \u00d6lheizungen wieder erlaubt sei. Rund 90 Prozent aller Haushalte verf\u00fcgten noch \u00fcber Einsparpotenzial, so ein weiteres Ergebnis des Heizspiegels. Im Durchschnitt lie\u00dfen sich in einer Wohnung etwa 465 Euro pro Jahr einsparen, in einem Einfamilienhaus sogar 1.000 Euro. Deutschlandweit entspreche das einem Potenzial von bis zu 24 Milliarden Euro j\u00e4hrlich. Bereits einfache Verhaltens\u00e4nderungen beim Heizen und L\u00fcften k\u00f6nnten den Energieverbrauch um bis zu zehn Prozent senken. Gr\u00f6\u00dfere Einsparungen erm\u00f6glichten Heizungsoptimierungen, D\u00e4mmma\u00dfnahmen oder der Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme. F\u00fcr Verwaltungsspitzen und Liegenschaftsverantwortliche liefert der Heizspiegel zweierlei Anhaltspunkte. Zum einen l\u00e4sst sich anhand der Vergleichswerte einordnen, ob die Heizkosten in kommunalen Geb\u00e4uden \u2014 von der Schule \u00fcber das Rathaus bis zur Sporthalle \u2014 im Rahmen liegen oder auf Sanierungsbedarf hindeuten. Zum anderen bietet das kostenlose Online-Tool HeizCheck auf <a href=\"http:\/\/www.co2online.de\/heizspiegel\">www.co2online.de\/heizspiegel<\/a> eine niedrigschwellige Beratungsgrundlage, auf die B\u00fcrger\u00e4mter und Klimaschutzmanager bei Anfragen aus der B\u00fcrgerschaft verweisen k\u00f6nnen. (DEKOM, 22.09.2026) <a href=\"https:\/\/mieterbund.de\/aktuelles\/meldungen\/heizen-wird-teurer-neuer-heizspiegel-zeigt-sparpotenziale-von-bis-zu-1-000-euro-pro-jahr\/\">PM Deutscher Mieterbund hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gemeinn\u00fctzige Beratungsgesellschaft co2online hat gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund den Heizspiegel f\u00fcr Deutschland 2026 vorgelegt. Die Auswertung zehntausender Abrechnungen zeigt: Erdgas und Holzpellets verteuerten sich im Abrechnungsjahr 2025 deutlich, w\u00e4hrend W\u00e4rmepumpen die mit Abstand niedrigsten Betriebskosten aufweisen. 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