{"id":9556,"date":"2026-09-28T11:37:30","date_gmt":"2026-09-28T09:37:30","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9556"},"modified":"2026-09-28T11:37:37","modified_gmt":"2026-09-28T09:37:37","slug":"bezahlbarer-wohnungsbau-gdw-fordert-nachbesserungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/bezahlbarer-wohnungsbau-gdw-fordert-nachbesserungen\/","title":{"rendered":"Bezahlbarer Wohnungsbau  \u2014 GdW fordert Nachbesserungen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft h\u00e4lt den geplanten Vorrang f\u00fcr den Wohnungsbau im neuen St\u00e4dtebau- und Raumordnungsrecht f\u00fcr wirkungslos, solange er nur auf der Planungsebene greift. F\u00fcr konkrete Bauvorhaben m\u00fcsse er genauso gelten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum geh\u00f6rt seit Jahren zu den dr\u00e4ngendsten Themen in St\u00e4dten und Gemeinden. Schnellere Genehmigungen, schlankere Verfahren und weniger Kostentreiber stehen weit oben auf der Wunschliste vieler Verwaltungen. Der Gesetzentwurf zur Modernisierung des St\u00e4dtebau- und Raumordnungsrechts soll genau hier ansetzen. Doch aus Sicht des GdW Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen greift die zentrale Neuerung zu kurz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kern der Kritik ist der vorgesehene Abw\u00e4gungsvorrang f\u00fcr den Wohnungsbau. Der Entwurf beschr\u00e4nke diesen Vorrang im Wesentlichen auf die Bauleitplanung, erl\u00e4utert der Verband. F\u00fcr bereits beantragte Vorhaben oder Projekte im unbeplanten Innenbereich sei er dagegen nicht vorgesehen. Damit w\u00e4re der Anwendungsbereich so eng, dass die Regelung weitgehend symbolisch bliebe, so die Einsch\u00e4tzung des GdW.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">GdW-Pr\u00e4sident Axel Gedaschko, der als Sachverst\u00e4ndiger zur \u00f6ffentlichen Anh\u00f6rung im Bundestagsausschuss f\u00fcr Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen geladen ist, macht die Position des Verbands deutlich. In angespannten Wohnungsm\u00e4rkten m\u00fcsse im Zweifel f\u00fcr den Wohnungsbau entschieden werden. Der Vorrang d\u00fcrfe nicht nur auf dem Papier stehen, sondern m\u00fcsse bei konkreten Bauvorhaben tats\u00e4chlich wirken. Deshalb fordert der GdW, den Abw\u00e4gungsvorrang ausdr\u00fccklich auf einzelne Wohnungsbauvorhaben auszuweiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Positiv bewertet der Verband die geplante Digitalisierung und Beschleunigung der Planungsverfahren sowie die Erleichterungen f\u00fcr serielles und modulares Bauen. Gleichzeitig warnt der GdW vor neuen Kostenbelastungen. Als Beispiel nennt er die vorgesehene Ersatzgeldpflicht. K\u00f6nnen Eingriffe in Natur und Landschaft nicht durch konkrete Ma\u00dfnahmen ausgeglichen werden, sollen Bauherren k\u00fcnftig eine zweckgebundene Zahlung leisten. Gerade in dicht bebauten St\u00e4dten w\u00fcrde das die Baukosten weiter in die H\u00f6he treiben und sich am Ende auf die Mieten niederschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer bezahlbaren Wohnraum schaffen wolle, m\u00fcsse Verfahren einfacher machen und Kosten senken, fasst Gedaschko zusammen. Daf\u00fcr brauche es jetzt einen echten Abw\u00e4gungsvorrang, der bei konkreten Entscheidungen vor Ort auch tats\u00e4chlich greife. (DEKOM\/GdW, 28.08.2026) <a href=\"https:\/\/www.gdw.de\/pressecenter\/pressemeldungen\/gdw-zum-baugb-update-bezahlbarer-wohnungsbau-braucht-echte-vorfahrt\/\">PM GdW hier&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft h\u00e4lt den geplanten Vorrang f\u00fcr den Wohnungsbau im neuen St\u00e4dtebau- und Raumordnungsrecht f\u00fcr wirkungslos, solange er nur auf der Planungsebene greift. F\u00fcr konkrete Bauvorhaben m\u00fcsse er genauso gelten. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum geh\u00f6rt seit Jahren zu den dr\u00e4ngendsten Themen in St\u00e4dten und Gemeinden. 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