{"id":9636,"date":"2026-10-19T12:26:48","date_gmt":"2026-10-19T10:26:48","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9636"},"modified":"2026-10-19T12:26:48","modified_gmt":"2026-10-19T10:26:48","slug":"kommunales-gebaeudemanagement-mit-schweizer-methodik-steuern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/kommunales-gebaeudemanagement-mit-schweizer-methodik-steuern\/","title":{"rendered":"Kommunales Geb\u00e4udemanagement mit Schweizer Methodik steuern"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele St\u00e4dte und Gemeinden bewirtschaften Dutzende \u00f6ffentlicher Geb\u00e4ude \u2014 Schulen, Kitas, Turnhallen, Feuerwehrger\u00e4teh\u00e4user, Verwaltungsgeb\u00e4ude \u2014 und verf\u00fcgen dabei \u00fcber keinen systematischen \u00dcberblick, in welchem baulichen Zustand sich ihr Bestand tats\u00e4chlich befindet. Informationen zu Baujahr, Sanierungshistorie oder Energieversorgung liegen h\u00e4ufig verstreut in Excel-Listen, Aktenordnern oder verschiedenen Fachsystemen vor. Welches Geb\u00e4ude als n\u00e4chstes saniert werden sollte, welcher Mitteleinsatz daf\u00fcr erforderlich ist und welche Ma\u00dfnahme den gr\u00f6\u00dften Effekt auf Klimaziele und Werterhalt hat, l\u00e4sst sich auf dieser Grundlage kaum belastbar beantworten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <a href=\"https:\/\/www.baslerhofmann.de\/kompetenzen\">Basler &amp; Hofmann Gruppe<\/a>, ein Architektur- und Ingenieurb\u00fcro mit Hauptsitz in Z\u00fcrich und insgesamt rund 700 Mitarbeitern, hat daf\u00fcr die Software Stratus entwickelt. Stratus ist eine Anwendung f\u00fcr das strategische Portfoliomanagement kommunaler Liegenschaften. Die zugrunde liegende Methodik wurde vor 25 Jahren gemeinsam mit der ETH Z\u00fcrich erarbeitet. In der Schweiz setzen nach Angaben des Unternehmens bereits rund 70 Prozent der Kantone und die gro\u00dfen St\u00e4dte auf das System. \u00dcber den deutschen Standort in G\u00f6rlitz bringt Basler &amp; Hofmann Deutschland diese Erfahrung jetzt auch in den deutschen Markt ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stratus sei bewusst so konzipiert, dass kein umfangreiches Datenmodell vorliegen m\u00fcsse, um belastbare Aussagen zu erhalten, erl\u00e4utert Melanie Balzer, Beraterin Immobilienmanagement und Nachhaltige Geb\u00e4ude bei Basler &amp; Hofmann Deutschland. F\u00fcr eine erste bauliche Analyse gen\u00fcgten pro Geb\u00e4ude vier Stammdaten, u.a. das Baujahr, und die Geb\u00e4udenutzung; wer auch eine energetische Bewertung wolle, erg\u00e4nze drei Angaben zu Adresse, Geb\u00e4udevolumen und W\u00e4rmeerzeugung. Wo Daten fehlten, arbeite das System mit eigenen Benchmarks aus 30 Jahren Praxiserfahrung. Bei sehr alten Geb\u00e4uden greife Stratus auf Standardwerte und Typologien zur\u00fcck, die nach Geb\u00e4udetyp, Alter und Baustil hinterlegt seien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die deutsche Version seien vergleichsweise wenige Anpassungen n\u00f6tig gewesen, berichtet Balzer. Neben der Umstellung auf Euro habe man einige Fachbegriffe an die deutsche DIN-Systematik angeglichen \u2014 etwa die Schweizer Bezeichnungen \u201eSchwachstrom&#8220; und \u201eStarkstrom&#8220; durch g\u00e4ngige deutsche Bauteilkategorien wie Niederspannungsanlagen oder Kommunikations- und Sicherheitstechnische Anlagen ersetzt. Die Geb\u00e4udetypen und Bauteilsets seien dagegen identisch. Schulen, Kitas, Turnhallen, Feuerwehrger\u00e4teh\u00e4user und Werkh\u00f6fe f\u00e4nden sich bereits im System und w\u00fcrden eins zu eins in Deutschland angewendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer ein Sanierungsbudget im Rat begr\u00fcnden muss, braucht eine nachvollziehbare Priorisierung. Stratus liefere diese auf mehreren Ebenen, erkl\u00e4rt Balzer. Das System zeige den baulichen Zustand aller erfassten Geb\u00e4ude in einer Oberfl\u00e4che, heruntergebrochen bis auf einzelne Bauteile. So lasse sich erkennen, ob bei einer Schule im kommenden Jahr die Heizung oder bei einer anderen die Fenster f\u00e4llig seien. Neben dem baulichen Zustand und den prognostizierten Kosten flie\u00dfe auch die Auswirkung auf betriebliche CO\u2082-Emissionen in die Bewertung ein. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnten Risikofaktoren wie Brandschutz, Barrierefreiheit oder Denkmalschutz hinterlegt werden. Wenn bei einem Kindergarten der vorbeugende bauliche Brandschutz nicht erf\u00fcllt sei, handele es sich in der Regel um eine Prio-1-Ma\u00dfnahme, die alle anderen Kriterien \u00fcberlagere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr typische Zielkonflikte \u2014 etwa die Frage, ob zuerst das Dach saniert oder die Heizung getauscht werden solle, um CO\u2082 einzusparen \u2014 biete Stratus eine Szenariosimulation. Die Verwaltung k\u00f6nne durchspielen, was passiere, wenn eine Ma\u00dfnahme nicht im kommenden, sondern erst in f\u00fcnf Jahren umgesetzt werde. Kosten und Zustandsver\u00e4nderungen w\u00fcrden automatisiert berechnet und seien sofort sichtbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders als eine Excel-basierte Bestandsaufnahme aktualisiere sich Stratus dynamisch, betont Balzer. Wer ein Jahr nach der Ersterfassung in das System schaue, sehe ver\u00e4nderte Kosten und verschlechterte Zustandswerte, weil die hinterlegten Alterungskurven der Bauteile weiterliefen. Dieser Alterungszyklus sei systemseitig abgebildet und erfordere keine manuelle Nachpflege.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Einf\u00fchrung beschreibt Balzer in vier Schritten. Im ersten Schritt liefere die Verwaltung die Stammdaten anhand einer Excel-Vorlage \u2014 bei lediglich vier bis sieben Datenpunkten pro Geb\u00e4ude ein \u00fcberschaubarer Aufwand. Im zweiten Schritt importiere Basler &amp; Hofmann die Daten in eine eigene Kundenumgebung und pr\u00fcfe die Plausibilit\u00e4t. Im dritten Schritt erfolge die Zustandsbewertung. F\u00fcr Geb\u00e4ude unter 25 bis 30 Jahren k\u00f6nne Stratus eine statistische Bewertung vornehmen. \u00c4ltere Geb\u00e4ude, bei denen bereits Sanierungszyklen stattgefunden h\u00e4tten, erforderten eine Vor-Ort-Erfassung \u2014 durchf\u00fchrbar vom eigenen Hochbau-Personal, gegebenenfalls gemeinsam mit dem Hausmeister. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bewertung funktioniere \u00fcber einen intuitiven Schieberegler, der die Restnutzungsdauer des jeweiligen Bauteils abbilde. Bei gro\u00dfen Portfolios von 200 oder mehr Objekten empfehle es sich, zun\u00e4chst 20-30 Priorit\u00e4tsobjekte manuell zu erfassen und die Ergebnisse auf den Rest zu \u00fcbertragen. Im vierten Schritt werde auf Basis aller Daten ein Investitions- und Ma\u00dfnahmenplan erstellt. Die Schritte eins bis drei lie\u00dfen sich in vier bis acht Wochen umsetzen, f\u00fcr den Ma\u00dfnahmenplan seien weitere vier bis sechs Wochen anzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Lizenzmodell ist als Software as a Service angelegt. Das j\u00e4hrliche Nutzungsentgelt richte sich nach der Anzahl der Objekte, wobei der Einzelpreis mit wachsendem Portfolio sinke. Hinzu komme eine einmalige Onboarding-Geb\u00fchr. Die Anzahl der Benutzer spiele keine Rolle. Eine Anwenderschulung dauere nach Angaben von Balzer maximal einen Tag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer sich als Verwaltungsspitze einen ersten \u00dcberblick verschaffen wolle, dem empfiehlt Balzer ein unverbindliches Qualifizierungsgespr\u00e4ch mit Basler &amp; Hofmann. Dabei werde zun\u00e4chst erhoben, wo die Verwaltung in ihrem Geb\u00e4udemanagement stehe, welche Prozesse vorhanden seien und welche Herausforderungen best\u00fcnden \u2014 bevor \u00fcber den konkreten Software-Einsatz gesprochen werde. Interessierte erreichen das Unternehmen \u00fcber den deutschen Standort in G\u00f6rlitz. (DEKOM, 19.10.2026) <a href=\"https:\/\/www.baslerhofmann.de\/unternehmen\">Mehr Infos hier&#8230;<\/a><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u00dcber Basler &amp; Hofmann<\/strong><br>Basler &amp; Hofmann ist ein unabh\u00e4ngiges, familiengef\u00fchrtes Ingenieur-, Planungs- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Z\u00fcrich. Gegr\u00fcndet 1963, besch\u00e4ftigt die Gruppe rund 700 Fachpersonen aus \u00fcber 30 Disziplinen \u2013 mit Standorten in der Schweiz, Deutschland, Italien, der Slowakei und Singapur. Zu den Kernthemen z\u00e4hlen Bauen, Mobilit\u00e4t, Energie, Sicherheit und Umwelt. In Deutschland ist das Unternehmen unter anderem in Halle, Dresden, Bautzen und G\u00f6rlitz vertreten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele St\u00e4dte und Gemeinden bewirtschaften Dutzende \u00f6ffentlicher Geb\u00e4ude \u2014 Schulen, Kitas, Turnhallen, Feuerwehrger\u00e4teh\u00e4user, Verwaltungsgeb\u00e4ude \u2014 und verf\u00fcgen dabei \u00fcber keinen systematischen \u00dcberblick, in welchem baulichen Zustand sich ihr Bestand tats\u00e4chlich befindet. Informationen zu Baujahr, Sanierungshistorie oder Energieversorgung liegen h\u00e4ufig verstreut in Excel-Listen, Aktenordnern oder verschiedenen Fachsystemen vor. 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