{"id":9649,"date":"2026-10-19T12:14:00","date_gmt":"2026-10-19T10:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9649"},"modified":"2026-10-19T13:21:42","modified_gmt":"2026-10-19T11:21:42","slug":"deutschland-app-bundestag-befasst-sich-mit-offenem-projektstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/deutschland-app-bundestag-befasst-sich-mit-offenem-projektstand\/","title":{"rendered":"Deutschland-App: Bundestag befasst sich mit offenem Projektstand"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Digitalisierung der Verwaltung geh\u00f6rt zu den erkl\u00e4rten Priorit\u00e4ten der Bundesregierung. Eines der sichtbarsten Vorhaben ist die geplante Deutschland-App, \u00fcber die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger k\u00fcnftig Beh\u00f6rdenleistungen per Smartphone erledigen sollen. Eine aktuelle Parlamentsantwort auf Fragen der Linksfraktion zeigt allerdings, dass zentrale Projektdetails weiterhin im Dunkeln liegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die App soll einen einheitlichen digitalen Zugang zu staatlichen Leistungen schaffen. Im Hintergrund arbeitet eine KI-basierte Verwaltungsplattform, die Anliegen identifiziert und zuordnet. Ein erster Prototyp entstand nach Angaben der Bundesregierung innerhalb von zwei Monaten. Im Laufe des Jahres 2027 soll die Anwendung allen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Anfang machen sechs Pilotst\u00e4dte: Dortmund, Dresden, Erfurt, Hamburg, N\u00fcrnberg und Wiesbaden. Die Auswahl richtete sich unter anderem nach Fallaufkommen und Digitalisierungsgrad. Mehrere Hundert Testpersonen sollen die Anwendung erproben, zun\u00e4chst bei Leistungen aus den Bereichen Familie, Wohnen und Soziales sowie bei Unternehmensgr\u00fcndungen. Ein begrenzter Wirkbetrieb von bis zu zw\u00f6lf Monaten kann sich anschlie\u00dfen. Einen konkreten Starttermin nennt die Bundesregierung nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Identifikation der Nutzerinnen und Nutzer ist unter anderem die Online-Ausweisfunktion vorgesehen. Die Anbindung an die europ\u00e4ische EUDI-Wallet wird bereits in einer Testumgebung erprobt. Zun\u00e4chst entsteht ein rein mobiler Zugang. Eine Browser-Nutzung ist konzeptionell ber\u00fccksichtigt, ein Zeitplan daf\u00fcr existiert jedoch noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Entwicklung beauftragte der Bund den IT-Dienstleister T-Systems als Generalunternehmer. Das Vergabeverfahren st\u00fctzt sich auf bestehende Rahmenvertr\u00e4ge, ein neues wettbewerbliches Verfahren hielt die Bundesregierung nicht f\u00fcr erforderlich. Welche Unterauftragnehmer beteiligt sind und welche Aufgaben sie \u00fcbernehmen, geht aus der Antwort nicht hervor. Deren Auswahl und Steuerung liege bei T-Systems, so die Bundesregierung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch beim Finanzvolumen bleibt das Bild unvollst\u00e4ndig. F\u00fcr begleitende Leistungen von ITZBund, KPMG und Capgemini nennt die Antwort vertragliche H\u00f6chstvolumina von insgesamt rund 1,16 Millionen Euro netto einschlie\u00dflich Optionen. Die Gesamtkosten des Projekts, bisherige Ausgaben und die erwarteten Aufwendungen f\u00fcr das laufende Jahr gibt die Bundesregierung dagegen nicht an. Sie verweist auf den vom Projektverlauf abh\u00e4ngigen Leistungsabruf. Weitergehende Einzelheiten zu den verbindlich vereinbarten Funktionen der App k\u00f6nne sie wegen Betriebs- und Gesch\u00e4ftsgeheimnissen Dritter sowie sicherheitsrelevanter Belange nicht mitteilen. (DEKOM, 19.10.2026) <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/kurzmeldungen-1223070\">PM Deutscher Bundestag hier&#8230;  <\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung der Verwaltung geh\u00f6rt zu den erkl\u00e4rten Priorit\u00e4ten der Bundesregierung. Eines der sichtbarsten Vorhaben ist die geplante Deutschland-App, \u00fcber die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger k\u00fcnftig Beh\u00f6rdenleistungen per Smartphone erledigen sollen. Eine aktuelle Parlamentsantwort auf Fragen der Linksfraktion zeigt allerdings, dass zentrale Projektdetails weiterhin im Dunkeln liegen. 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