{"id":9659,"date":"2026-10-26T13:06:26","date_gmt":"2026-10-26T11:06:26","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9659"},"modified":"2026-10-26T13:06:26","modified_gmt":"2026-10-26T11:06:26","slug":"iw-studie-rechnet-bis-2040-mit-43-millionen-weniger-erwerbsfaehigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/iw-studie-rechnet-bis-2040-mit-43-millionen-weniger-erwerbsfaehigen\/","title":{"rendered":"IW-Studie rechnet bis 2040 mit 4,3 Millionen weniger Erwerbsf\u00e4higen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bev\u00f6lkerung in Deutschland schrumpft schneller als noch vor zwei Jahren erwartet. Nach der j\u00fcngsten Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) leben im Jahr 2040 nur noch rund 81,6 Millionen Menschen in Deutschland \u2014 ein R\u00fcckgang um fast zwei Millionen gegen\u00fcber 2025. Auf dem Arbeitsmarkt f\u00e4llt der Einschnitt noch deutlicher aus. Die Zahl der Menschen im erwerbsf\u00e4higen Alter sinkt laut IW bis 2040 um 4,3 Millionen oder 7,7 Prozent auf rund 50,8 Millionen. Noch 2024 ging das Institut von einer wachsenden Bev\u00f6lkerung aus. Die korrigierte Prognose geht auf sinkende Zuwanderungszahlen und anhaltend niedrige Geburtenraten zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dieser Grundlage hat das IW das sogenannte Potenzialwachstum bis 2040 vorausgesch\u00e4tzt \u2014 also die Wirtschaftsleistung, die bei normaler Auslastung aller Produktionsfaktoren erreichbar ist. Das Ergebnis f\u00e4llt gemischt aus. Im Durchschnitt liegt das j\u00e4hrliche Potenzialwachstum bei 0,7 Prozent. Nach einer Phase der Quasi-Stagnation zwischen 2020 und 2025 nimmt die Dynamik jedoch schrittweise zu und erreicht zwischen 2036 und 2040 gut ein Prozent pro Jahr. Getragen wird dieser Anstieg vor allem durch h\u00f6here Investitionen und technischen Fortschritt. Der Faktor Arbeit bremst die Entwicklung bis Mitte der 2030er Jahre, entfaltet danach aber keine negative Wirkung mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Arbeitsvolumen \u2014 also der Gesamtzahl aller geleisteten Arbeitsstunden \u2014 hat das IW zwei Szenarien berechnet. Im pessimistischen Fall, in dem sich an der Pro-Kopf-Arbeitszeit nichts \u00e4ndert, sinkt es bis 2040 um gut sieben Prozent auf rund 57 Milliarden Stunden. Im g\u00fcnstigeren Szenario, das eine weiter steigende Erwerbsbeteiligung vor allem der \u00fcber 55-J\u00e4hrigen unterstellt, f\u00e4llt der R\u00fcckgang mit 3,4 Prozent auf 59,3 Milliarden Stunden deutlich geringer aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr St\u00e4dte und Gemeinden haben die Zahlen unmittelbare Bedeutung. Der \u00f6ffentliche Dienst geh\u00f6rt zu den Branchen, die der Fachkr\u00e4ftemangel bereits heute am st\u00e4rksten trifft. Gleichzeitig sind es gerade die personalintensiven Bereiche \u2014 Kitas, Bauh\u00f6fe, Ordnungs\u00e4mter \u2014, in denen Automatisierung nur begrenzt helfen kann. IW-Experte Holger Sch\u00e4fer bringt die Lage auf den Punkt. Deutschland befinde sich nicht vor dem demografischen Wandel, es stecke bereits mittendrin. In wenigen Jahren fehlten der Wirtschaft die Arbeitskr\u00e4fte, um Wohlstand zu erarbeiten und den Sozialstaat in seiner heutigen Form zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die IW-Studie sieht die Politik in der Pflicht, Anreize f\u00fcr eine h\u00f6here Pro-Kopf-Arbeitszeit zu setzen und die Zuwanderung von Fachkr\u00e4ften gezielt zu erleichtern. Zudem seien Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung n\u00f6tig, um den sinkenden Arbeitskr\u00e4fteeinsatz zumindest teilweise zu kompensieren. Ob sich das g\u00fcnstigere Szenario realisiert, h\u00e4ngt nach Einsch\u00e4tzung des Instituts wesentlich davon ab, ob die Strukturreformen tats\u00e4chlich umgesetzt werden. (DEKOM, 26.10.2026) <a href=\"https:\/\/www.iwd.de\/artikel\/der-staat-muss-strukturreformen-anpacken-694158\/\">PM IWD hier\u2026<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bev\u00f6lkerung in Deutschland schrumpft schneller als noch vor zwei Jahren erwartet. Nach der j\u00fcngsten Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) leben im Jahr 2040 nur noch rund 81,6 Millionen Menschen in Deutschland \u2014 ein R\u00fcckgang um fast zwei Millionen gegen\u00fcber 2025. Auf dem Arbeitsmarkt f\u00e4llt der Einschnitt noch deutlicher aus. 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