{"id":9687,"date":"2026-11-02T12:07:30","date_gmt":"2026-11-02T10:07:30","guid":{"rendered":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/?p=9687"},"modified":"2026-11-02T12:07:30","modified_gmt":"2026-11-02T10:07:30","slug":"rib-ims-digitales-liegenschaftsmanagement-gegen-den-engpass-in-den-bauverwaltungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infosilo.info\/dekom\/rib-ims-digitales-liegenschaftsmanagement-gegen-den-engpass-in-den-bauverwaltungen\/","title":{"rendered":"RIB IMS \u2014 Digitales Liegenschaftsmanagement gegen den Engpass in den Bauverwaltungen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">St\u00e4dte und Gemeinden sind die gr\u00f6\u00dften Immobilienbesitzer im Land. Schulen, Kitas, Rath\u00e4user, Feuerwehrh\u00e4user, Sporthallen \u2014 der Geb\u00e4udebestand ist \u00fcber Jahrzehnte gewachsen, die Verantwortung f\u00fcr Instandhaltung und Betrieb aber auf immer weniger Schultern verteilt. Eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft vom Juli 2026 zeigt, wie angespannt die Lage in den Bau\u00e4mtern inzwischen ist. Im Jahr 2024 entfielen fast 65 Prozent aller \u00f6ffentlichen Bauvorhaben auf die kommunale Ebene. Gleichzeitig waren 2025 bundesweit 124 Bauamtsleitungen ausgeschrieben \u2014 vor der Coronapandemie lag diese Zahl bei 55. In vielen Verwaltungen fehlt schlicht das Personal, um den \u00dcberblick \u00fcber Fl\u00e4chen, Anlagen und Wartungszyklen zu behalten. Wer wissen will, wann welches Dach zuletzt saniert wurde oder welche Heizungsanlage als n\u00e4chste f\u00e4llig ist, landet oft bei Excel-Listen, die auf Einzelwissen basieren und mit dem Ausscheiden der jeweiligen Sachbearbeiter ihren Wert verlieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die RIB IMS GmbH aus Dinslaken, ein Tochterunternehmen von Schneider Electric mit rund 90 Besch\u00e4ftigten, entwickelt seit 1998 Software f\u00fcr genau dieses Problem. Unter dem Namen RIB FM bietet das Unternehmen ein CAFM-System an \u2014 die Abk\u00fcrzung steht f\u00fcr Computer Aided Facility Management \u2014, das Geb\u00e4ude-, Raum- und Anlagendaten zusammenf\u00fchrt und darauf aufbauend Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungsprozesse abbildet. Dr. Christof Duvenbeck, Vertriebsleiter und Prokurist bei RIB IMS, bringt den Unterschied zu herk\u00f6mmlichen Behelfsl\u00f6sungen auf einen einfachen Nenner. \u201eBei Excel arbeitet jeder f\u00fcr sich. Bei uns arbeiten unterschiedlichste Akteure an einer gemeinsamen Sache und bearbeiten einen Arbeitsablauf gemeinsam&#8220;, sagt er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was das in der Praxis bedeutet, l\u00e4sst sich an einem Beispiel verdeutlichen. Meldet ein Hausmeister per Helpdesk-App eine St\u00f6rung, gleicht das System die GPS-Koordinaten seines Handys mit den hinterlegten Geb\u00e4udedaten ab, w\u00e4hlt automatisch den richtigen Standort vor und st\u00f6\u00dft den Reparaturprozess an. Voraussetzung daf\u00fcr ist allerdings, dass die Stammdaten im System gepflegt sind \u2014 und genau hier liegt f\u00fcr viele Verwaltungen die gr\u00f6\u00dfte H\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Duvenbeck unterscheidet zwei Ausgangssituationen. Im einfacheren Fall l\u00f6se die neue Software ein bestehendes System ab. Die Daten l\u00e4gen dann bereits digital vor und k\u00f6nnten per Excel-Export \u00fcbernommen werden. Im h\u00e4ufigeren Fall f\u00fchre eine Verwaltung erstmals ein CAFM-System ein. Dann m\u00fcssten zun\u00e4chst ein Raumbuch und ein Anlagenbuch aufgebaut werden. Das Raumbuch erfasse f\u00fcr jeden Raum mindestens die Raumnummer, die Bezeichnung, die Nutzungsart nach DIN 277 und die Fl\u00e4che. F\u00fcr die Anlagen gelte das gleiche Prinzip, erg\u00e4nzt um die hierarchische Struktur der technischen Geb\u00e4udeausr\u00fcstung \u2014 also die Frage, welche Pumpe zu welchem L\u00fcftungsstrang geh\u00f6rt und wann sie zuletzt gewartet wurde. \u201eWir nehmen den Kunden an die Hand und f\u00fchren ihn durch den Dschungel der M\u00f6glichkeiten&#8220;, beschreibt Duvenbeck das Vorgehen. RIB IMS erzeuge ein auf die jeweilige Verwaltung zugeschnittenes Template, das dort bef\u00fcllt und anschlie\u00dfend per Import ins System \u00fcbernommen werde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Besonderheit von RIB FM sei die grafische Komponente, erl\u00e4utert Duvenbeck. Die Software k\u00f6nne CAD-Pl\u00e4ne als DWG-Dateien hinterlegen und Geschosspl\u00e4ne mit Raumstempeln versehen. Daraus lie\u00dfen sich Fl\u00e4cheneinf\u00e4rbungen erzeugen \u2014 etwa um Reinigungsreviere darzustellen oder um auf einen Blick zu sehen, in welchen R\u00e4umen demn\u00e4chst Brandschutzklappen gepr\u00fcft werden m\u00fcssen. Auch eingescannte Papierpl\u00e4ne und BIM-Modelle im IFC-Format k\u00f6nne das System verarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Zeitrahmen rechnet Duvenbeck mit rund sechs Wochen bis zur Bereitstellung des Systems und einem halben Jahr bis zur vollst\u00e4ndigen Einf\u00fchrung. Die Verz\u00f6gerung liege weniger an der Technik als an der Datenerfassung auf Seiten der Verwaltung. RIB FM werde \u00fcber die Microsoft Azure Cloud gehostet; der Kunde erhalte lediglich einen Link. Standardprojekte mit etwa zehn Anwenderlizenzen und Modulen f\u00fcr Objektmanagement, Instandhaltung, CAD-Anbindung und Ticketsystem l\u00e4gen typischerweise bei 50.000 bis 60.000 Euro Einf\u00fchrungskosten. Gr\u00f6\u00dfere Ausschreibungen mit Zusatzmodulen f\u00fcr Energiemanagement oder Schlie\u00dfanlagenverwaltung k\u00f6nnten auf 120.000 bis 130.000 Euro kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frage der Datensouver\u00e4nit\u00e4t treibt gerade \u00f6ffentliche Auftraggeber um. RIB IMS bietet deshalb neben der Azure-Cloud eine Hosting-Alternative \u00fcber die OWL IT an, einen kommunalen IT-Dienstleister aus Ostwestfalen. Kunden wie die St\u00e4dte Minden und Lemgo, der Kreis Minden-L\u00fcbbecke und der Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein nutzten diesen Weg. \u201eDie haben gesagt, Microsoft kann mir keiner garantieren, auch wenn der Serverstandort Frankfurt am Main ist&#8220;, schildert Duvenbeck. Im Rheinland arbeite RIB IMS zudem mit der Regio IT zusammen. Der Vorteil solcher kommunalen Hosting-Partner liege auch darin, dass voreingestellte Schnittstellen zu g\u00e4ngigen Finanzsystemen wie Infoma best\u00fcnden. Stamm- und Vertragsdaten m\u00fcssten dann nicht doppelt erfasst werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wo ein CAFM-System seine Wirkung besonders schnell entfalten kann, zeigt das Thema Energiemonitoring. \u00dcber IoT-Schnittstellen und Protokolle wie MQTT oder LoRaWAN lassen sich Verbrauchsdaten in Echtzeit erfassen. Duvenbeck schildert einen Fall aus einer westf\u00e4lischen Gro\u00dfstadt, deren 15-Minuten-Intervalldaten \u00fcber sieben Jahre ausgewertet wurden. \u201eDa haben wir Wasserverbr\u00e4uche identifiziert, die teilweise \u00fcber viereinhalb Jahre zu hoch waren, weil irgendeine Toilettensp\u00fclung durchgerauscht ist&#8220;, berichtet er. In einer Schule falle so etwas nicht auf, weil kein Sch\u00fcler zum Hausmeister laufe und eine laufende Sp\u00fclung melde. Aus den Monitoring-Daten lie\u00dfen sich energetische Ma\u00dfnahmen ableiten. \u00dcber das integrierte Auftragsmanagement k\u00f6nnten bei Zielabweichungen direkt Auftr\u00e4ge an Fremdfirmen ausgel\u00f6st werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiteres Argument, das Duvenbeck regelm\u00e4\u00dfig in Gespr\u00e4chen mit Verwaltungsspitzen anf\u00fchrt, betrifft die Datenhoheit. Viele Verwaltungen h\u00e4tten in der Vergangenheit die Dokumentation ihrer Anlagen externen FM-Dienstleistern \u00fcberlassen. Wenn die Zusammenarbeit dann nicht mehr funktioniert habe, seien auch die Daten weg gewesen \u2014 ein klassischer Lock-in-Effekt. \u201eDas ist einer der wesentlichen Gr\u00fcnde, warum sich Kunden aus dem kommunalen Bereich f\u00fcr uns entscheiden&#8220;, sagt Duvenbeck. \u201eDie wollen ihre eigenen Daten dauerhaft behalten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie weit der Weg zum fl\u00e4chendeckenden digitalen Liegenschaftsmanagement noch ist, l\u00e4sst sich schwer beziffern. Beim Energiemanagement etwa sch\u00e4tzt Duvenbeck, dass ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte der Verwaltungen bereits ein System im Einsatz habe \u2014 h\u00e4ufig allerdings Insell\u00f6sungen ohne Anbindung an die \u00fcbrigen Geb\u00e4udedaten. Die IW-Zahlen zum Personalmangel in den Bau\u00e4mtern legen nahe, dass der Druck zur Digitalisierung in den kommenden Jahren eher zu- als abnehmen wird. RIB FM ist nach GEFMA 444 zertifiziert und erf\u00fcllt alle 18 Katalogkategorien des branchen\u00fcblichen Qualit\u00e4tssiegels f\u00fcr CAFM-Software. Das Unternehmen betreut mehr als 800 Projekte mit rund 162.500 Anwendern in Deutschland. (DEKOM, 02.11.2026) <a href=\"https:\/\/www.rib-ims.com\/\">Mehr Infos hier\u2026<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>\u00dcber RIB IMS<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die RIB IMS GmbH mit Sitz in Dinslaken entwickelt seit 1987 Software f\u00fcr computergest\u00fctztes Facility Management (CAFM) und Geb\u00e4udemanagement. Ihre L\u00f6sung RIB FM l\u00e4sst sich an die Anforderungen des jeweiligen Kunden anpassen und l\u00e4uft wahlweise in der Cloud oder auf eigenen Servern, auch in Kombination. Gemeinsam mit der Schwestergesellschaft RIB Software arbeitet das Unternehmen an einer durchg\u00e4ngigen Softwarel\u00f6sung f\u00fcr den gesamten Lebenszyklus von Geb\u00e4uden, von der Planung bis zum Betrieb. RIB IMS ist eine hundertprozentige Tochter von Schneider Electric.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St\u00e4dte und Gemeinden sind die gr\u00f6\u00dften Immobilienbesitzer im Land. Schulen, Kitas, Rath\u00e4user, Feuerwehrh\u00e4user, Sporthallen \u2014 der Geb\u00e4udebestand ist \u00fcber Jahrzehnte gewachsen, die Verantwortung f\u00fcr Instandhaltung und Betrieb aber auf immer weniger Schultern verteilt. Eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft vom Juli 2026 zeigt, wie angespannt die Lage in den Bau\u00e4mtern inzwischen ist. 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