Nachgefragt: Ein Leuchtturmbeispiel für Kooperation zwischen Gemeinde und lokaler Wirtschaft

Wie sich das in der Praxis umsetzen lässt, zeigt das Beispiel der schleswig-holsteinischen Gemeinde Stapel. Dort wurde mit Unterstützung von EBERO FAB und BEULCO ein Trinkwasserbrunnen am Eiderstrandbad installiert – als gemeinschaftlich gestemmtes Projekt von Kommune, Wirtschaft und lokalem Handwerk. Wir haben bei Bürgermeister Jörg Lundelius nachgefragt.

DEKOM: Herr Lundelius, wie kam es zur Idee, einen Trinkwasserbrunnen am Eiderstrandbad aufzustellen?

Lundelius: Die Initiative kam von EBERO FAB, die ja mit einem Betriebsstandort in Stapel vertreten sind. Der Standortleiter Uwe Galbiers hat den Kontakt hergestellt und gefragt, ob wir uns einen Trinkwasserbrunnen am Eiderstrand vorstellen könnten – als Beitrag zur Aufenthaltsqualität und als praktische Hilfe bei Hitze. Das fanden wir sofort sinnvoll und haben das Projekt gemeinsam mit BEULCO und dem regionalen Brunnenbauer H. Iwers & Sohn schnell umgesetzt.

DEKOM: Was genau ist das Eiderstrandbad – und warum war das der richtige Ort?

Lundelius: Das Eiderstrandbad ist eine Naturbadestelle mit kleinem Hafen, Spiel- und Sportbereichen, Beachvolleyballfeld und Sanitäranlagen. An schönen Tagen sind hier schnell 200 bis 300 Menschen unterwegs – für unsere eher kleine Gemeinde ist das ein zentraler Treffpunkt. Da passt ein frei zugänglicher Trinkwasserbrunnen hervorragend ins Bild – gerade mit Blick auf Tourismus, Klimaanpassung und Gesundheitsvorsorge.

DEKOM: Wie aufwendig war die Umsetzung für die Gemeinde?

Lundelius: Tatsächlich sehr unkompliziert. Ich bin selbst gelernter Netzmeister im Bereich Trinkwasser und habe direkt gesehen: Das geht schnell, wenn man gute Partner hat. BEULCO, EBERO FAB und der regionale Rohrleitungsbauer haben das als Gemeinschaftsaktion gestemmt – als Spende und im besten Sinne für unsere Bürgerinnen und Bürger. Das zeigt auch: Wenn das Verhältnis zwischen Gemeinde und lokaler Wirtschaft stimmt, dann lässt sich viel auf kurzem Weg bewegen.

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