Pünktlich zum Tag des öffentlichen Dienstes meldet das Statistische Bundesamt einen weiteren Personalaufbau im Staatsdienst. Nach vorläufigen Zahlen waren zum Stichtag Mitte 2025 rund 5,5 Millionen Menschen im öffentlichen Sektor beschäftigt. Das entspricht einem Zuwachs von 1,8 Prozent oder rund 95.100 Personen gegenüber dem Vorjahr. Damit arbeiten mittlerweile knapp zwölf Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland für den Staat oder die Kommunen. Wie bereits in den vergangenen Jahren konzentriert sich der anhaltende Stellenaufbau vor allem auf die zentralen Bereiche Bildung, Wissenschaft und Kinderbetreuung. Den mit Abstand größten personellen Aufgabenbereich bilden die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Hier stieg die Zahl der Beschäftigten, zu denen neben dem reinen Lehrpersonal auch die kommunalen Angestellten der Schulträger zählen, um 1,8 Prozent auf gut 1,06 Millionen an. Bemerkenswert ist dabei die deutliche Verschiebung innerhalb der Beschäftigungsverhältnisse: Während die Zahl der Angestellten nur minimal um 0,5 Prozent wuchs, stieg die Zahl der Beamtinnen und Beamten um 2,5 Prozent auf knapp 712.700 an. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war die Rückkehr zur Verbeamtung von Bestandslehrkräften in Berlin, die dort zu einer statistisch signifikanten Verschiebung der Arbeitsverhältnisse führte. Auch in der frühkindlichen Bildung sowie im akademischen Sektor setzt sich der personelle Aufwärtstrend kontinuierlich fort. Bei den kommunalen Kindertageseinrichtungen stieg die Zahl der Beschäftigten um 2,6 Prozent auf nunmehr 298.000. Obwohl sich das Wachstum im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre damit leicht abgeschwächt hat, zeigt der langfristige Trend eine Beinahe-Verdopplung des Kita-Personals seit dem Jahr 2010. Der Hochschulbereich, der auch die großen Universitätskliniken einschließt, verzeichnete binnen Jahresfrist ebenfalls ein Plus von 2,2 Prozent und bindet heute gut 651.000 Beschäftigte. (DEKOM/DESTATIS, 22.06.2026) Ganzer Artikel hier…