KfW-Kommunalpanel: Sondervermögen fließt vor allem in Schulen und Straßen

Die finanzielle Lage vieler Kommunen bleibt angespannt. Nach ersten Ergebnissen des KfW-Kommunalpanels 2026 erwarten vier von fünf Städten und Gemeinden im laufenden Jahr eine weitere Verschlechterung ihrer Haushaltssituation. Gleichzeitig setzt ein Teil der Kommunen auf das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes, um dringend notwendige Investitionen anzustoßen. Wie aus der vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) im Auftrag der KfW durchgeführten Befragung hervorgeht, rechnen 22 Prozent der Kommunen bereits 2026 mit positiven Auswirkungen des Sondervermögens auf ihre Investitionstätigkeit. Für das Jahr 2027 erwarten sogar 38 Prozent höhere Investitionen als ohne die zusätzlichen Bundesmittel. Bei der Verwendung der Gelder zeichnen sich klare Prioritäten ab. Rund jede zweite Kommune, die bereits mit Mitteln aus dem Sondervermögen plant, will diese in die Sanierung und Modernisierung von Straßen sowie in die Schulinfrastruktur investieren. Ebenfalls häufig genannt werden Maßnahmen im Brand- und Katastrophenschutz. Weitere Schwerpunkte liegen in der Kinderbetreuung und bei kommunalen Sportstätten. Im Durchschnitt sollen 24 Prozent der Mittel in Schulen fließen, 22 Prozent in Straßen, 18 Prozent in den Brand- und Katastrophenschutz. Für Kinderbetreuung sind zehn Prozent vorgesehen, auf Sportstätten entfallen neun Prozent. Nach Einschätzung des Difu können die zusätzlichen Bundesmittel zwar wichtige Investitionsimpulse setzen. Angesichts der hohen Investitionsrückstände reichten sie jedoch allein nicht aus, um die Herausforderungen bei Klimaanpassung, Energiewende, Mobilitätswende und Digitalisierung umfassend zu bewältigen. Difu-Projektleiter Dr. Christian Raffer betont, die Mittel müssten nun möglichst schnell in konkrete Projekte umgesetzt werden. Sichtbare Verbesserungen bei Schulen, Straßen und anderen kommunalen Infrastrukturen seien entscheidend, um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Handlungsfähigkeit des Staates zu stärken. Das KfW-Kommunalpanel wird seit 2009 jährlich durchgeführt und gilt als wichtige Bestandsaufnahme der kommunalen Finanz- und Investitionslage in Deutschland. Für die aktuelle Erhebung wurden im ersten Quartal 2026 insgesamt 2.904 Kommunen mit mehr als 2.000 Einwohnern befragt. Die vollständigen Ergebnisse sollen im Juni veröffentlicht werden. DEKOM/Difu, Ganze PM hier…

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