Platzsparende E-Mobilität: Rheinmetall-Ladebordsteine bestehen Praxistest in Düsseldorf
In der Debatte um den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur rücken platzsparende Lösungen zunehmend in den Fokus kommunaler Entscheider. Besonders in dicht besiedelten Innenstadtquartieren, in denen herkömmliche Ladesäulen oft an räumliche Grenzen stoßen oder das Stadtbild beeinträchtigen, bieten in den Bordstein integrierte Systeme eine diskrete Alternative. Die Stadtwerke Düsseldorf ziehen nach der Installation der ersten Rheinmetall-Ladebordsteine eine positive Bilanz. Das System überzeugt im täglichen Betrieb durch Zuverlässigkeit. Nach Angaben des kommunalen Versorgers ist die Technik resistent gegenüber Umwelteinflüssen wie Kälte und Feuchtigkeit. Aktuell betreiben die Stadtwerke bereits zwölf dieser Rheinmetall-Anlagen im öffentlichen Raum, unter anderem in den Stadtteilen Derendorf und Flingern. Ein weiterer Standort geht in diesen Tagen an der prominenten Königsallee in Betrieb. Ein wesentlicher Vorteil für die Kommunalverwaltung liegt in der Flächeneffizienz und der Akzeptanz im öffentlichen Raum. Da die Technik nahezu bündig im Boden versenkt ist, bleibt der Gehweg für Passanten, Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen uneingeschränkt nutzbar. Die Bedienung erfolgt barrierefrei: Die Abdeckplatte des Ladepunkts öffnet sich durch den Druck des Ladesteckers. Im Vergleich zum Laden an Straßenlaternen ermöglichen die Bordstein-Systeme bis zu 22 kW Wechselstrom. Besonders deutlich heben die Verantwortlichen der Stadtwerke Düsseldorf Wirtschaftlichkeitsaspekte hervor und betonen vor allem die enormen Kostenvorteile im laufenden Betrieb: Zwar liegen die initialen Investitionskosten für die Ladebordsteine leicht über denen einer Standard-Normalladesäule, doch amortisiert sich dieser Aufwand schnell durch die hohe Qualität der Komponenten. Da die Systeme wesentlich weniger störanfällig sind als herkömmliche Säulen, sinken die Aufwendungen für Wartung und Instandsetzung drastisch. Nicht zuletzt aufgrund dieser zählbaren Effekte planen die Stadtwerke für das Jahr 2026 den Roll-out von weiteren 50 bis 100 Einheiten. Interessierte können sich das System vom 10. bis 12. Februar 2026 auf der Fachmesse E-world energy & water in Essen ansehen. Dort zeigt der renommierte Infrastrukturhändler EBERO FAB, der den Rheinmetall-Ladebordstein bundesweit vertreibt, praxisnahe Einblicke. Das Unternehmen nutzt für Demonstrationszwecke einen VW ID Buzz, an dem die Funktionsweise und die Integration in das städtische Umfeld anschaulich erläutert werden. Das Fahrzeug steht mitsamt dem innovativen System als Anschauungsobjekt in der Galleria der Messe Essen bereit und lädt zum fachlichen Austausch über die Zukunft der urbanen Ladeinfrastruktur ein. (DEKOM, 09.02.2026) Mehr Infos hier…
