Speicherhochlauf stockt — Flächenpotenziale bleiben ungenutzt

Deutschland hat 2024 rund 9,4 Terawattstunden erneuerbar erzeugten Strom abgeregelt — Energie, die erzeugt, aber nicht genutzt werden konnte, weil die Leitungskapazität fehlte. Zum Ausgleich erhöhten die Netzbetreiber die Einspeisung fossiler Kraftwerke um rund 8,3 Terawattstunden. Die Gesamtkosten des Netzengpassmanagements — Redispatch und Netzreserve — lagen 2024 bei rund 2,8 Milliarden Euro. Ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr, der vor allem windärmeren Wetterlagen und gesunkenen Brennstoffpreisen geschuldet ist, nicht einer strukturellen Entlastung des Netzes. Diese Kosten fließen über die Netzentgelte in die Stromrechnungen aller Verbraucher — und damit auch in die Betriebskosten kommunaler Liegenschaften.

Die Ursache liegt nicht im zu schnellen Ausbau der Erneuerbaren, sondern im jahrelang vernachlässigten Netzausbau. Das ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO ist der Frage nach den Ursachen am 1. September 2025 unter dem Titel „Mammutaufgabe Energiewende: Wohin steuert Deutschland?“ in einen eigenen Beitrag nachgegangen, der unter diesem Link in der ZDF-Mediathek abrufbar ist. (DEKOM, 27.04.2026)

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